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Versteckte Funktion des nPA – sicherer Login bei Facebook, Google & Co

Im elektronischen Personalausweis (nPA), sind viele neue Funktionen eingeführt worden. Darunter zum Beispiel auch die Online Ausweisfunktion, die jeder von uns kennen sollte. Was viele nicht wissen ist, dass der neue elektronische Personalausweis auch noch weitere Funktionen mit sich bringt, die das arbeiten und surfen mit Internet sicherer machen können. 
Unser Mitglied Ijon, hat sich in den letzten Jahren schon vermehrt mit dem Thema eGovernment, sowohl beruflich aus auch privat, auseinandergesetzt. Seit im November 2010 der neue Personalausweis eingeführt wurde, hat er sich, wie viele andere, intensiv damit auseinandergesetzt und sich mit den technischen Möglichkeiten beschäftigt.
Aufgrund der schlechten Kommunikation durch die Bundesregierung und der weiteren zuständigen Stellen, konnten sich die umfassenden digitalen Funktionen des Personalausweises bisher nur wenig verbreiten.
 
Während eines Gesprächs mit einem Freund fand Ijon heraus, dass einer seiner Freunde an dem nPA mitentwickelt hat und das es sogar Funktionen gibt, die bisher überhaupt nicht kommuniziert wurden. Der neue Personalausweis kann dank dieser Funktion nicht nur „als digitaler Ausweis“ fungieren, sondern auch als Teil einer ZweiFaktorAuthentifizierung. Dadurch ist es möglich den Personalausweis zu nutzen um sich auf OnlinePlattformen wie Google oder Facebook anzumelden. Dabei nutzt man den Personalausweis als zusätzlichen Faktor, neben dem Passwort, um sich anzumelden und erzielt damit eine deutlich besseren Schutz der eigenen Onlinekonten.
 
Diese Funktion ist deswegen besonders, weil sie datensparsam und datenschutzfreundlich implementiert wurde. Zu keinem Zeitpunkt bekommt die Plattform, bei der der Personalausweis auf diese Weise eingesetzt wird, Zugriff auf personenbezogene Daten, denn der Personalausweis generiert für jede neue Plattform eine eigene pseudonyme Identität, die sich nicht rückführen lässt auf den Personalausweisinhaber.  
Diese Funktion basiert auf einem Internationalen technischen Standard mit dem Namen „FIDO“ (Fast IDentity Online), den auch weitere private und staatliche Institutionen verwenden. Unternehmen und Organisationen, die den FIDO-Standard unterstützen und weiterentwickeln haben sich in der FIDO Alliance: https://fidoalliance.org/members zusammengeschlossen.
 

Da Ijon auch sonst gerne Videos produziert, hat er zusammen mit seinem Freund Christian ein Video gedreht, welches diese bisher noch unbekannte Funktion demonstriert und die Einrichtung des Systems dokumentiert.

Tracking-App: Was in der Debatte bisher fehlt

In der Diskussion um eine Tracking-App zur Rückverfolgung von Kontakten geht es um Privatsphäre und IT-Sicherheit. Dabei müsste eigentlich der Mensch im Zentrum stehen, fordern Christin Schäfer von acs plus und Ann Cathrin Riedel von LOAD. Hilft die Information auf diesem Weg? Was sind die Folgen für den Einzelnen?

Bisher fokussiert sich die Diskussion zur Ausgestaltung einer möglichen App zur Rückverfolgung von Kontakten auf Datenschutz und IT-Sicherheit. So wichtig diese Aspekte sind, wird damit ein Kernelement des Systems vergessen: der Mensch. Ganz unabhängig von der Maßnahme, muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Nehmen wir an, eine App kann die notwendigen Anforderungen an Datenschutz, Privatsphäre und IT-Sicherheit erfüllen, dann lautet eine wesentliche Ausgestaltungsfrage: wie kommuniziert die Corona-App mit den Menschen? Wie wird das Ergebnis konkret mitgeteilt? Ein mögliches Infektionsrisiko mittels einer App zu berechnen ist das eine. Das Ergebnis dieser Berechnungen mitzuteilen, ist etwas ganz anderes. Gesundheit und Wohlergehen hat auch eine psychische Komponente, die bei der Ausgestaltung des Gesamtsystems rund um eine Maßnahme nicht vergessen werden darf.

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Eine wesentliche Frage beim Design, nicht nur einer App lautet: wie geht der Empfänger oder die Empfängerin mit einer solchen, kritischen Nachricht um? Insbesondere, wenn diese im Wirrwarr von allen andere möglichen Push-Mitteilungen auf dem Smartphone erscheint; zwischen WhatsApp-Nachrichten, den neuesten „Breaking News“ und der Erinnerung an einen Termin.

„Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer, wir haben bei Ihnen ein Covid-19 Risiko von 69% ermittelt. Freundliche Grüße, Ihr App-Anbieter.“ Unpersönlicher und weniger empathisch können schlechte Nachrichten nicht überbracht werden.

Was wissen wir über die Vermittlung dieser Art von Nachricht zum Beispiel aus dem Bereich der Krebsvorsorge? Ein Infekt mit Corona ist zum Glück kein Todesurteil. Aber für einige Personengruppen kommt es einem solchen schon erschreckend nahe. Wer älter, geschwächt und vielleicht zeitlebens mit Lungenproblemen gestraft ist, weiß, was die Stunde geschlagen hat. Zudem: nur wenige Menschen können mit Wahrscheinlichkeiten umgehen. Fragen Sie sich doch mal selber: bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 60% – nehmen Sie den Regenschirm mit oder lassen Sie ihn zuhause? Ist ein „Risk Score“, dessen Ableitung unklar ist, eine kluge Wahl in der Mitteilung an den Nutzer der App? Werden sich nicht viele vor allem verunsichert fühlen?

Eine persönliche Ansprache bei der Meldung ist außerdem nicht möglich – soll die App doch anonym nutzbar sein. Wie sicher kann sich der Nutzer oder die Nutzerin sein, dass hier nicht ein Fehler passierte? Dass eigentlich eine andere Person diese Mitteilung bekommen sollte? Solch fehlgeleitete Informationen sind nicht auszuschließen. Vor allem dann nicht, wenn eine App neu ist und nicht ausreichend getestet wurde.

Quarantäne muss man sich leisten können

Der gesamte Budenzauber mit allen hingenommenen Einschränkungen der Privatsphäre, so freiwillig sie auch sein mögen, bringt nichts, wenn sich zu wenige beteiligen und insbesondere wenn das Ergebnis der App zu nichts führt. An Nachrichten zu potentiellen Infizierungen müssen sich vielfältige und personalisierte Maßnahmen anschließen.

An die Benachrichtigung muss notwendig der zeitnahe und aufwandsarme Zugang zu Tests folgen. Hierzu sind die Testkapazitäten aufzubauen. Es muss geklärt werden, was passiert, wenn sich Alleinerziehende anstecken. Wer kümmert sich – auch in Phase des Wartens auf das Testergebnis – um die Kinder? Wie verfahren Familien, bei denen sich ein Elternteil angesteckt hat, aber die Wohnverhältnisse eine Separierung nicht zulassen? Die Benachrichtigten sehen sich schweren emotionalen Konflikten ausgesetzt. Die eigenen Kinder womöglich gefährden? Die eigenen Kinder Dritten überlassen? Wem? Wer zahlt? Wer organisiert? Es muss sichergestellt werden, dass man sich die Tests, Wartezeiten und Quarantäne auch leisten kann; nicht nur finanziell.

Es bedarf zudem einer gesonderten Regelung für den Umgang von Fehlzeiten für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Gerade Personengruppen, die bei ihrer Arbeit viel reisen oder viel Publikumsverkehr ausgesetzt sind, werden häufiger im Covid-19-Alarm leben. Diese Alarme kommen überraschend und sind nicht planbar. Es ist davon auszugehen, dass sie zu signifikant erhöhten Fehltagen im Vergleich zu anderen Gruppen von Erwerbstätigen führen. Besonders hart betroffen sind zudem Solo-Selbständige, deren Verdienstausfälle existenziell bedrohlich sein können.

Die gesamte Gesellschaft muss sehr schnell lernen, flexibel und positiv mit kurzfristigen Absagen von Terminen umzugehen. Handwerker sagen am Morgen wegen eines Covid-19 Alarms ab. Die Wartungsarbeiten an einer Maschine müssen kurzfristig verschoben werden. Der Friseurtermin entfällt. Die Reihe ist definitiv nicht abschließend.

Der Zugang zu Lebenschancen darf nicht von sozio-ökonomischen Faktoren abhängig sein

Gut aufgesetzt kann eine Corona-App eine Maßnahme für die Überwindung der Krise sein. 79% der Deutschen besitzen ein Smartphone und haben damit die Chance, eine solche App zu nutzen. Der Zugang zu einer Corona-App darf jedoch nicht von sozio-ökonomischen Faktoren abhängig sein. Allen Bürgern und Bürgerinnen sollte es möglich sein zu partizipieren, Meldungen zu einer möglichen Infektion zu erhalten, um daraufhin geeignete Maßnahmen – Lebenschancen – zu ergreifen und wahrzunehmen.

Dies bedeutet, dass ein Smartphone und ein Internetvertrag zur Grundversorgung eines jeden Einzelnen gehören müsste. Es gilt vorab zu klären, welche Möglichkeiten Smartphone Besitzer:innen haben, deren Gerät nicht die notwendige Bluetooth LE oder GPS-Technologie hat oder auf einem älteren Betriebssystem läuft, das die App nicht unterstützt. Was ist mit denjenigen Mitbürgern und Mitbürgerinnen, die noch zu jung für ein eigenes Smartphone sind, oder allen, die die Benutzung überfordert? Wie inkludieren wir Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen? Welche Möglichkeit der Teilhabe erhalten ausländische Touristen und Geschäftsreisende?

Europäische Herausforderungen

Die Bedrohung durch das Coronavirus besteht weltweit. Kein Nationalstaat, keine Region wird im Alleingang in der Lage sein, sein Gebiet zu schützen. Wie bei jeder Maßnahme bedarf es der Absprache mit Nachbarn und Partnern, damit die Wirksamkeit sich einstellen kann. Dies gilt auch und insbesondere für eine datengetriebene Technologie, wie eine Corona-App. Es wird eine Anwendung für ganz Europa, besser sogar die ganze Welt benötigt, die einheitliche Standards für Daten und Austauschprotokolle verwendet. Dagegen können Berechnungsmethodiken, etwa für Abstand und Risiko, länderspezifisch als Service angeboten werden. Unsere Aufgabe besteht darin, ein System aufzusetzen, dass eben nicht nur für deutsche Bürgern und Bürgerinnen Mehrwert liefert, sondern auch die Bürger und Bürgerinnen in Staaten schützt und ermächtigt, deren Gesellschaft weniger demokratisch und weniger rechtsstaatlich ist. Wir dürfen autokratischen Regimen keinen Corona-App-Standard präsentieren, der es den Staatschefs leicht macht, ihr Volk zu überwachen und zu drangsalieren.

Es geht nicht um Verhinderung, sondern Ermöglichung

Für all diese beschriebenen Herausforderungen haben wir heute noch keine Lösungen. Vor allem, weil wir noch nicht nach ihnen gesucht haben.

Es geht uns nicht darum, eine sinnvolle Corona-App-Lösung zu verhindern, sondern vielmehr, sie herbeizuführen. Zunächst ist dafür aber der Nachweis zu erbringen, dass eine digitalisierte und automatisierte Kontaktverfolgung helfen kann, die Infektionszahlen signifikant zu senken. Dann sind die weiteren Designdetails zu klären. Wie die Ausführungen verdeutlichten, kann eine kurzfristig und schnell aufgesetzte App die in sie gesetzten Erwartungen nur verfehlen. Daher plädieren wir dafür, ein solches datengetriebenes System zur Information über einen potenziellen Infekt sauber, durchdacht und im Verbund mit einem abgestimmten Maßnahmenpaket  zu entwickeln, welches uns auf dem langen Weg zurück in eine Normalität, wie sie vor Corona-Zeiten bestand, begleitet.

Christin Schäfer ist Gründerin und Geschäftsführerin der Berliner Data Science Boutique „acs plus“. Die studierte Statistikerin war Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung. Ann Cathrin Riedel ist Vorsitzende von LOAD e.V. – Verein für liberale Netzpolitik.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI am 8. April 2020.

Sicheres Home Office – Nicht nur während Corona

Plötzlich Home Office! Um der Corona-Krise Herr zu werden, motivieren offizielle Stellen permanent die Bevölkerung zu Hause zu arbeiten, wenn es denn möglich ist. Home Office ist auch ohne Krise eine Herausforderung und bedarf einiger Gewöhnung, bevor man die damit verbundenen Vorteile ausnutzen kann. Jetzt aber plötzlich alle auf einmal! Über die damit einhergehenden Herausforderungen für die IT-Sicherheit, wurde schon viel geschrieben u.a. [1 – 4]. 

 

 

Um im allgemeinen Chaos etwas für Durchblick zu sorgen, hat LOAD für Euch das Wichtigste zusammengefasst! 
Wie immer gilt, IT-Sicherheit ist kein Hexenwerk! Genauso wie man sich vor einer Viruserkrankung mit Händewaschen einfach schützen kann, helfen ein paar einfache Regeln, nicht Opfer von Cyber-Kriminellen zu werden. 
Im Home Office gibt es generell zwei Kategorien von Gefahren: Gefahren durch die häusliche Umgebung (Arbeitszimmer mit Fenster zur Straße) und  Wegfall der üblichen Sicherheitsmaßnahmen der Firma (z.B. die gut konfigurierte Firewall). 
Im Folgenden haben wir zuerst drei generelle Regeln für Euch zusammengefasst und geben danach eine detaillierte Liste. 

 

Generelle Prinzipien (aka. TL;DR): 

1. Vorsicht vor Betrug! (Watch out for scam!) 

Eine Menge Kriminelle versuchen die aktuelle Verwirrung auszunutzen und geben sich als Gesundheitsbehörden oder WHO aus. Potentielle Anhänge solcher E-Mails haben durchaus mit dem Ausbreiten von Viren zu tun, aber dann digitalen 😉 .
Auch ist zu beobachten, dass es super günstige Angebote für weggehamsterte Lebensmittel oder Medikamente gibt – nur für Dich – wohlgemerkt. 

 

Betrug – besonders online – funktioniert immer durch die Kombination vermeintlicher Autoritäten oder Institutionen (Behörden oder auch der Arbeitgeber), einem vermeintlichen Problem und starkem Zeitdruck. 
Wenn man das Muster kennt, ist es auch einfach, nicht darauf hereinzufallen. 

 

Wenn ein Kollege von seiner vermeintlichen privaten E-Mail-Adresse Dir eine E-Mail schreibt mit der Anforderung von Zugangsdaten oder anderen sensiblen Daten und das mit einem dringenden Termin begründet, solltest Du sehr skeptisch sein. In der Firma könnte man einfach zum Büro des betroffenen Kollegen gehen und nachfragen. Im Home Office ist das natürlich schwieriger. Trotzdem müssen solche Anfragen, so seriös, authentisch oder dringend sie auch sein mögen, immer über einen anderen Kanal verifiziert werden! Zum Beispiel kann man den Kollegen ja auf seinem Dienst-Handy anrufen, dafür ist immer Zeit. 
In Ausnahmesituationen wie der jetzigen ist es umso wichtiger, sich an die etablierten Freigabe- und Entscheidungsprozesse zu halten. Die einfache Tatsache, dass das jetzt nicht durch einen Gang über den Flur erledigt werden kann, ändert daran nichts. 
Wichtig wäre daher auch, von vornherein mehrere Wege zu haben, die Kollegen im Homeoffice zu erreichen. 

 

2. Software auf dem aktuellen Stand halten (Keep your devices updated)

Die Analogie zum Händewaschen in der digitalen Hygiene sind Softwareupdates! Die allermeisten Viren funktionieren auf Systemen mit aktueller Software nicht. 
Also, genauso wie Händewaschen solltet Ihr eure Geräte häufig aktualisieren. 

 

3. Achte auf deine Surf-Gewohnheiten: (Mind your browsing habits)

Mal kurz den Link aus der Freundes-WhatsApp-Gruppe mit dem Arbeitslaptop öffnen? Eher nicht! 
Neben E-Mail-Anhängen sind infizierte Internetseiten eine große Gefahr, um sich digitale Viren einzufangen. 

 

In der Firma sorgen oft die Administratoren (in ihren Ecken und Kellern) dafür, dass die Firmen-Firewall das rechtzeitig erkennt und den Schadcode blockiert, bevor er den Browser erreicht. 
Im Home Office hat man diesen Schutz häufig nicht (sei es, weil das VPN so nicht eingerichtet ist, das VPN plötzlich überlastet ist, oder es kein VPN gibt). 
Daher sollte man jetzt darauf achten komische, unseriöse oder unbekannte Webseiten nicht zu besuchen. Auch ist es vielleicht besser den privaten Gebrauch des Dienstlaptops generell einzuschränken, selbst wenn es die Firma erlaubt. 
Generell ist es eine gute Regel, nur Seiten mit einer verschlüsselten Verbindung (d.h. HTTPS) zu besuchen.

 

Nach den generellen Prinzipien noch 13 etwas genauere Regeln: 

  1. Ihr solltet die allgemeinen Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflichten immer einhalten.
  1. Betriebliche Informationen und personenbezogene Daten dürfen auf gar keinen Fall unberechtigten Dritten zur Kenntnis gelangen. 
  1. Unbefugte Personen dürfen keinen Zugriff erhalten. 
  1. Die Datenträger müssen verschlüsselt und passwortgeschützt sein. 
  1. Fragt Eure IT-Abteilung, bevor ihr neue Tools (z.B. Dropbox, Google Docs, Trello) etc. verwendet! Auch wenn es so bequem wäre… ([1] hat dazu auch eine gute Liste).
  1. Ebenso sollten Bildschirme immer gesperrt werden, wenn nicht mehr davor gearbeitet wird. (Nicht, dass noch jemand (evtl. das eigene Kind) mit Geschäftspartnern chattet…) 
  1. Wenn möglich, sollte das Firmen-VPN so oft und lange wie möglich verwendet werden. 
  1. Noch besser ist, wenn Laptops nur als Bildschirm und Tastatur dienen und per VPN eine Verbindung zum betriebseigenen Server hergestellt wird. So kann sichergestellt werden, dass betriebliche Informationen und personenbezogene Daten nicht auf den mobilen Geräten gespeichert werden und im Extremfall unwiederbringlich verloren sind.  
  1. Die Clean Desk Policy gilt insbesondere zu Hause.
  1. Die Vertraulichkeit bei Telefon-, Videogesprächen und Webkonferenzen muss sichergestellt sein: Achtung bei Alexa, Siri und Co. Denn digitale Assistenten hören und sehen alles mit. Diese sollten sich auf keinen Fall in der Nähe des Arbeitsplatzes befinden. 
  1. Es muss sichergestellt sein, dass für den Bildschirm ein Sicht- und Blickschutz gilt, bspw. durch Blickschutzfolien und durch ein entsprechendes Platzieren. Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn mit dem Rücken / Bildschirm zum Fenster hin gearbeitet wird.  
  1. Achtung bei der Nutzung von Netzwerkdruckern, auf die auch andere Personen Zugriff haben. Erstens, weil die Ausdrucke sofort entfernt werden müssen und zum anderen, weil auf den Festplatten der Drucker alle Informationen gespeichert bleiben, sei es auch nur verschlüsselt.  Ausdrucke und Notizen sollten vernichtet oder nach Beendigung der Arbeit verschlossen werden.  
  1. Am besten wäre es, wenn man in einem abschließbaren Raum arbeiten kann. Da sich aber die wenigsten den Luxus eines Arbeitszimmers leisten können, sind in Zeiten von Krisen hier Abstriche notwendig. Auf andere Sicherungsmaßnahmen darf aber auf gar keinen Fall verzichtet werden, auch der Sichtschutz auf den Bildschirm muss weitest möglich gesichert sein.  
Bleibt gesund und achtet auf Hygiene…digital wie analog! 

 

Quellen: 

 

Diese Liste wurde von Julia Kunzmann und Burkhard Ringlein für Euch zusammengestellt.