Die Früchte, die auf dem Feld eines Bauern wachsen, gehören dem Bauern!

Die Texte, die ein Bürger auf sein Blatt Papier schreibt, gehören wie das Blatt dem Bürger!

Die Texte und Informationen auf einem Notebook, die von dem Notebookbesitzer eingegeben werden, gehören dem Notebookbesitzer!

Die Temperatur- und Schrittdaten des Smartphonebesitzers, die mit seinem Smartphone erhoben und auf diesem gespeichert werden, gehören dem Besitzer des Smartphones!

Die Daten, die in einem Auto anfallen, gehören dem Automobilhersteller bzw. niemanden!?

Sind Daten, die in einem bestimmten Eigentumskontext entstanden sind, herrenloses Gut und können diese daher von jedem benutzt und genutzt werden? Reichen kleine Veränderungen wie die Pseudonymisierung aus, um sie zu einem herrenlosen Gut zu machen?

LOAD fordert die rechtliche Klärung, wem die Daten gehören, die in oder durch sein Eigentum – hier dem Fahrzeug – entstanden sind. Zu klären ist weiterhin, wer dann die Verfügungshoheit hat und ob über alle Daten in jeder Form verfügt werden darf und kann. Daten sind keine natürliche Ressource wie die Luft oder das Wasser sondern sind das Ergebnis von Prozessen, die in der realen Welt ablaufen. Diese reale Welt besteht aus technischen Systemen, die jemandes Eigentum sind und der dieses bereitstellt. Im Internet der Dinge vernetzen sich die Geräte und tauschen ständig Daten aus. Die Frage, wie ein wirksamer Datenschutz dann noch möglich sein kann, muss geklärt werden.

LOAD fordert ferner Standards und offene Schnittstellen von der Fahrzeugindustrie, damit die Eigentümer selber entscheiden können, von wem er welche Services nutzen will, wann er wechselt und wo seine Daten abgelegt werden. Standards und offene Schnittstellen sind ein erster robuster Schritt in Richtung Transparenz und Wahlfreiheit.

LOAD fordert die Verschlüsselung aller Daten des Fahrzeugs mit einem privaten Schlüssel des Eigentümers, damit er die Daten vor Manipulation sichern aber auch die Verwendung der Daten steuern kann. Außerdem sollten personenbezogene und Bewegungs- und Fahrzeugdaten strikt voneinander getrennt werden. Dieses ist ein zweiter Schritt in Richtung Wahlfreiheit.

LOAD fordert ferner eine Aufstellung der anfallenden und gespeicherten Daten im Fahrzeug, wozu sie genutzt werden und wer sie nutzt. Dieses ist ein dritter Schritt in Richtung Transparenz und Vertrauen.

LOAD fordert ferner die zentrale Ablage der Beschreibungen über die Art von Datensammlungen an einem Ort für alle Datensammler, damit sich alle Eigentümer und Nutzer eines Fahrzeugs jederzeit informieren können. Dieses ist ein vierter Schritt in Richtung Vertrauen.

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